Artax

ArtaxgedenkenAm 11.11.12 mussten wir dich schweren Herzens gehen lassen kleiner Schatz.

Artax hat uns nach einem langen Kampf verlassen, schon durch seine Herzinsuffizienz hatten wir im August 2012 die Angst er würde uns verlassen, da seine Lunge zusätzlich noch belastet war durch eine Bakterielle Infektion. Doch hatte er gekämpft und sich auch wieder gut erholt. Am 10.11. waren wir zur Kontrolle bem TA, das Röntgenbild war top in Ordnung! Alles Bestens er hatte sich so gut wieder erholt, dass wir neue Tabletten mitgenommen haben.

Doch gegen Mittag vom 11.11. wollte ich ihn zum Fressen wecken… er musste den Morgen einen Schlaganfall erlitten haben, war sehr desorientiert und seine rechte Seite war sehr schwach – gelähmt, sein Kopf schaute nur noch in eine Richtung.
Es war mir sofort klar das es nur zwei Ursachen haben konnte so sind wir mit ihm zum Tierarzt und ich wusste schon das es nun vorbei ist… wir mussten ihn gehen lassen.

So viele wundervolle Erinnerungen und doch so viel Trauer und Schmerz welcher trotz des Wissens darum, dass es das einzig Beste nun ist, über einen herein gebrochen ist.
Als wir Mowgli abgeholt haben, damit er Gesellschaft hat, Artax war unser erstes Frettchen und er war ein ganz besonderes Frettchen. Wir wir Taz und Moon geholt haben, Taz der sich mit seiner Masse erst einmal auf Artax und Mowgli geschmissen hat und die Viererbande komplett war, es waren schöne Monate voller Spiel, Spaß und Freude für alle.
Und Artax durfte endlich das sein was er war, ein Frettchen und kein Kleiner Hund der auf die Zeitung machen sollte…etc. In dieser Zeit blühte er richtig auf, bis vor einem Jahr im November der erste Einbruch kam mit seinem Husten und der Insuffizienz, doch auch das wurde mit Tabletten für ihn keine Schwierigkeit und weitere gute Monate durften folgen.

Artax war immer der neugierigste von allen und der der am wenigsten Flausen im Kopf hatte, ein kleiner Eigenbrödler.
Lieber als alle Anderen naschte er Paprika und auch Apfel mochte er immer sehr gern und er kletterte bei mir auf dem Sofa rum um zu naschen. Wenn man irgendwo hin ging er lief einem hinterher schaute zu einem auf was man denn nun machen würde und ob nicht vielleicht doch etwas abfallen würde für ihn, wenn man z.B. Essen machte.

Artax war kein Kuschelfrettchen, aber es gab immer, diese mir heiligen, Momente in denen er es liebte zu kuscheln und sich gern streicheln ließ. Oft hatte ich immer das Gefühl er ist froh einfach er selbst sein zu dürfen, ohne die nervigen Kinder im Haushalt wo er vorher allein leben musste. Die letzten Wochen hat er jedoch mehr gekuschelt, vielleicht wusste er dass es langsam an der Zeit sein würde. Er lernte bei uns Fleisch zu fressen, wie man Küken zerlegt brachte im Mowgli bei, uns das erste Muckern eines Frettchens hörten wir von ihm. Ich bin froh, dass er noch einige Zeit im neuen Gehege hatte mit seinem Lieblingsplatz, den er sich gleich auserkoren hatte.

Es macht mich unendlich traurig nie wieder sein Muckern hören zu können, seine Blicke zu spüren und zu sehen die einem Folgen wenn er dann anschließend hinterhertapselt. Dass er ankommt und alles was man tut genau beobachtet, stets erwartungsvoll und neugierig.
Als seine Herzkrankheit klar wurde, hat er gekämpft, als es nun im August schon so aussah als würde er uns verlassen, hat er sich bis November noch einmal berappelt und gekämpft. Doch dann verlor er diesen Kampf so unerwartet, obwohl die Welt nur einen Tag zuvor noch in Ordnung war, wir uns freuten das es ihm wieder so gut ging für seine Verhältnisse.

Man fragt sich immer ob man alles richtig gemacht hat, ich fürchte das wird immer so sein und ich werde mir diese Fragen auch nie mit einem klaren “ja” beantworten können. Denn es gibt immer irgendetwas was man hätte noch besser machen oder tun können und selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind.

Ich wünsche mir das er seinen Frieden gefunden hat, nicht mehr Kämpfen muss und das er seine Zeit bei uns trotz seiner Krankheit genossen hat. Vielleicht genießt er nun seine Zeit auf einer großen Wiese und tollt mit anderen Frettchen rum, all seine Lasten sind von ihm abgefallen und er fühlt sich wieder jung und Kräftig.
Wie in den Zeilen der Regenbogenbrücke und wer weiß ob ich ihn einmal wieder sehen darf…

Ich wünsche dir alles Gute auf deiner Reise mein kleiner Freund, Lump, Taxi oder einfach nur Artax, pass auf dich auf da ich es nun nicht mehr machen kann. Ich hab dich sehr lieb und werde dich nie vergessen.

Die Geschichte von Artax
Artax war der erste Kobold der bei uns einzog im Juli 2011 am 14.07.11 um genau zu sein wurde er hier abgegeben.

Er ist irgendwo zwischen 2 und 3 Jahre alt, genau konnte das natürlich niemand sagen.
Wir haben ihn mit samt seinem Gehege aufgenommen, welches er allerdings nur als Übergang mit kam, da ich bereits ein neues größeres Gehege geplant hatte.

Unser ältester ist ein eher ruhiger Zeitgenosse, der allerdings in seinem bisherigem Leben ohne Frettchengesellschaft klar kommen musste. Angeblich wäre eine Vergesellschaftung versucht worden… zweimal…
So musste er mit Chihuahuas zusammen leben und mit einem größeren Mischling.
Wirklich Frettchenhaft ernährt wurde der Kleine auch nicht, er kannte zwar hin und wieder rohes Fleisch…aber den Umgang mit Küken und Mäusen musste ihm erst der Jungspund Mowgli zeigen.

Bedauerlicher Weise stellte sich Anfang Oktober heraus dass Artax eine Herzinsuffizienz hat, dies äußerte sich vor allem in trockenem Husten aufgrund des Wassers in der Lunge. Dies wurde durch ein Röntgenbild beim Tierarzt herausgefunden, keine Seltenheit bei Frettchen, leider. Insgesamt ist sein Immunsystem nicht das Stärkste aufgrund dieses Fehlers, und es folgten bereits zwei gravierende Erkältungen. Doch schaut es gut aus dies in den Griff zu bekommen, dass sich das was der Herzfehler überschattet hat zu kurieren und mit den Herztabletten ist ihm ein weitestgehend normales Leben möglich.

Artax ist so gesehen der “Big Brother“ meiner Rasselbande, ob man nun das Gehege säubert oder wo anders herum räumt, er ist stets dabei und beobachtet einen.
Und zwar schaut er dann eben so:

Betteln kann er sehr sehr gut ;)
Funktioniert fast mit dem gleichen Blick. Er ist nicht gerade der Schmuser, aber das ist ihm auch nicht zu verübeln mit zwei kleinen Kindern die ihn die ganze Zeit durch die Gegend geschleppt haben =(
Nein Tiere sind KEIN Kinderspielzeug… für alle die es noch nicht wussten…
Bei ihm gibt es diese Momente wo er beim Einschlafen gern gekrault wird, diese sind für mich immer etwas ganz Besonders.
Im Übrigen ist er gern mit Moon. Mowgli und Taz zusammen, es gab nie Streit zwischen ihnen oder eine zu heftige unterdrückung, außer in der Ranz der anderen, als sie noch nicht kastriert waren.

Sie behandeln Artax alle wie ihren großen Bruder, er wird geputzt und gepflegt von den dreien.
Und wenn er mal wieder hustet laufen sie sogar zu ihm und schauen was los ist, zwar nicht immer, aber diese Fürsorge ist überwältigend.